Wenn gar nichts mehr geht – Schreibblockade

Schon mal eine Schreibblockade gehabt?

Ich dachte nicht, dass mir das jemals passieren könnte. Mir doch nicht, die bis vor ein paar Monaten aus einem scheinbar unerschöpflichen Vorrat Kreativität schöpfen konnte! Und nicht nur das. Aus tiefster Überzeugung vertrat ich die Ansicht, dass so etwas wie eine Schreibblockade in Wahrheit nicht existiert. Ich hielt sie für ein eingebildetes, herbeigeredetes Künstlerzipperlein. Hatte ich doch jahrelang Kundenkonzepte mit über hundert Seiten geschrieben, die zum Termin fertig sein mussten. Niemals ist es mir in den Sinn gekommen, meinem Chef zu sagen, dass der Kundentermin verschoben werden muss, weil wegen einer Schreibblockade das Konzept nicht fertig war. So etwas gab es einfach nicht: Vor einem leeren Blatt Papier sitzen und keinen ersten Satz finden. Man fing einfach an. Schreibblockade, so etwas existierte nicht in meinem Kopf. Ich kannte das Wort nicht einmal.

Shit happens

… musste ich im Februar lernen.

Eines Morgens hatte mein Rechner plötzlich eine ansteckende Krankheit. Er schien toxisch zu strahlen. Mit viel Mühe überwand ich meinen inneren Widerstand und startete ihn mit spitzen Fingern. Ich öffnete die Textverarbeitung, blickte auf den Cursor und wartete auf den ersten Satz. Und es kam nichts.
Was, wenn man als Autor ins magische Buchstaben-Füllhorn blickt und bis zum Grund sehen kann? Wenn man es umdreht und schüttelt und nur noch ein zerknittertes „R“ herausfällt? Lieber Autor, bilden Sie doch bitte einen Satz der mit R beginnt!

Rrrrrrrrrrrrrrrr … ????!!!!!

Ich rief meine kleinen Grauen zu Hilfe und als Antwort stieg vor meinem inneren Auge zäher weißer Nebel auf. Verärgert warf ich einen Blick nach oben und erschrak: die Kreativabteilung meines Gehirns war über Nacht zur Intensivstation geworden. Meine ach so munteren und athletischen Grauen hingen schlaff in den Betten. Schläuche ragten aus Armen und Nasen und mehrere Überwachungsmonitore piepsten träge im Rhythmus ihrer schwächer werdenden Herztöne. Über all dem Elend hing eine Tafel, auf der in leuchtendem Rot eine Botschaft an mich gerichtet war:

SCHNAUZE HALTEN! SCHREIBBLOCKADE!

Unverständnis.

Zwangspause

Heute weiß ich, dass man in so einer Situation gelassen bleiben muss, aber erstmal reagierte ich falsch, weil ich mich über mich und meine seltsamen Grauen ärgerte. Was fiel denen denn eigentlich ein? In den nächsten Tagen versuchte ich immer wieder, mich auf eine Geschichte zu konzentrieren und etwas aufs Papier zu bringen. Aber mein Hirn brachte keine drei zusammenhängenden Sätze zustande. Nach kürzester Zeit verlor ich die Konzentration, mein Kopf ging in die Vermeidung und schaltete den Schreibmodus einfach ab. Statt dessen blendeten sich Fragen ein wie: Was koche ich heute? Soll ich die nächsten Socken mit einem Zopfmuster stricken?

Seltsam, sehr seltsam ist so etwas, wenn man das noch nie erlebt hat. Ich hatte das Gefühl, meinen Verstand nicht mehr kontrollieren zu können. Es wurde auch von Tag zu Tag schwerer, den Rechner überhaupt zu starten. Ich fühlte einen Widerwillen, der in Übelkeit umschlug, wenn ich dem Laptop nur zu nahe kam. Instinktiv fing ich an, einen Sicherheitsabstand von ca. 3 Metern zum Schreibtisch zu halten. Der Rechner blieb aus.

Ich ging in die Selbstanalyse, suchte nach Ursachen und Gründen. Doch es gab kein Ergebnis, das Phänomen blieb für mich unerklärlich. Meine Gedanken drehten sich immer nur im Kreis, es brachte nichts. Ich verstand, dass ich mein Gehirn einfach in Ruhe lassen musste. Mir blieb nichts anderes.🙂

Ich strickte Socken, wochenlang. Rote, pinke, blaue, bunte Socken. Daneben arbeitete ich mit den Händen, indem ich einen Speckstein mit einer Feile bearbeitete. Ich malte, zentangelte, entspannte mich, ging viel spazieren, spielte Backgammon. Alles, was auch nur im Ansatz mit dem Thema Schreiben und geistiger Kreativarbeit zu tun hatte, blendete ich aus. In den sozialen Medien und hier auf dem Blog ging ich auf Tauchstation.

Erst nach ein paar Wochen lichtete sich langsam der Nebel in meinem Kopf und ich begann zu verstehen, was falsch gelaufen war. Definitiv lag es nicht daran, dass ich zu viel geschrieben hatte. Ich war nicht „überschrieben“ und deshalb vielleicht geistig übermüdet. Viel zu schreiben hat bisher bei mir immer nur die Kreativität gefördert, aber nicht getötet. Es lag auch nicht an meinem inneren Kritiker, der vielleicht zu laut genörgelt hatte. Nein, den habe ich gut im Griff, wenn ich schreibe. Er hält brav die Klappe. Aber vor lauter Aufmerksamkeit auf ihn habe ich ein anderes Männlein in meinem Kopf übersehen: den inneren Forderer. Während ich den Kritiker unter Beobachtung hielt, wurde der  – von mir unbemerkt  – immer größer und lauter und verursachte den kreativen Totalausfall.

Das innere Kind

„… ich fand das immer so toll bei dir: Deine Schreibfreude (wie ein lustiges, neugieriges und interessiertes Kind, welches auf einer Blumenwiese herumspringt) hat immer alle angesteckt …“

Das mailte mir vor ein paar Tagen eine liebe Schreibfreundin und es hat mich sehr berührt. Sie hat ganz richtig erkannt: Es schreibt bei mir das innere Kind.

Nur das hat die Phantasie, Geschichten zu erfinden. Es spielt mit den Buchstaben und Sätzen, reiht sie aneinander und freut sich über jeden Text, der dabei entsteht. Wenn ich schreibe, ist mein inneres Kind glücklich. Es ist die Quelle meiner Kreativität. Allzu gern lässt es sich begeistern und dann schießt es schon mal über das Ziel hinaus. Ich muss mich darum kümmern, dass es genug Ruhepausen einlegt, denn es mag nie aufhören und will sich rund um die Uhr mit den Dingen beschäftigen, die ihm gefallen. Es mag immer probieren, hat niemals Angst vor Misserfolg und wenn es auf die Nase fällt, dann steht es auf, wird von mir getröstet, kriegt ein Stück Schokolade und läuft weiter.

Jeder von uns hat ein inneres Kind. Es ist unser größter Schatz, denn DAS sind wir. Es macht uns einzigartig, bestimmt unsere Emotionen und ist zuständig dafür, wie es unserer Psyche geht. Es macht uns aus. Unser oberstes Ziel sollte es sein, sich mit Liebe um das Kind zu kümmern und dafür zu sorgen, dass seine Bedürfnisse nicht zu kurz kommen. Wie man das eben mit seinen Kindern so macht, die man liebt😉.

Unerbittliche Ansprüche

Forderer und Kritiker sind nicht von Natur aus böse. Sie haben wichtige Funktionen zu erfüllen und machen einen engagierten Job bei mir. Der Kritiker will mich vor Misserfolgen bewahren und zitiert andauernd aus meiner Moralbibel, der Forderer hat meinen Lebensplan in der Hand und versucht mich zur Leistung zu motivieren. Das ist völlig in Ordnung so, beide wollen nur das Beste für mich. Nur wenn eine der beiden Stimmen zu laut und übermächtig wird, dann gerät das innere Gleichgewicht aus den Fugen und die Katastrophe beginnt.

Genau das ist mir passiert. Als ich den Agentur-Vertrag unterschrieb und den ersten Krimi und eine True Story verkauft hatte, witterte mein Forderer Erfolgspotenzial und wurde immer lauter. Hatte ich ihm nicht erst den Auftrag gegeben, sich nach neuen Möglichkeiten zum Geld verdienen umzusehen? Das war doch die Chance! 

Nun wandte er sich an mein inneres Kind und forderte es auf, sich in eine 38-jährige Sekretärin mit Eheproblemen hineinzudenken und eine True Story zu schreiben. Mein inneres Kind ist gut erzogen, außerdem war es neugierig auf das Neue. Es fing gleich an und schrieb den Text, obwohl es ihm nicht so recht Spaß machte.

Wäre die erste True Story nicht angenommen worden, hätte der Forderer wohl Ruhe gegeben. Aber der Text ging glatt durch und am nächsten Tag verlangte er nach mehr. Das gefiel meinem Kind gar nicht, doch es stellte die eigenen Ideen zurück und beschäftigte sich mit dem Verlangten. Gern hätte es eine Kurzgeschichte geschrieben oder gebloggt. Doch wann immer es damit anfing wurde es ermahnt, sich doch mit Sinnvollem zu beschäftigen und nicht mit so „unnützem Zeugs“. 

Mit viel Mühe entstand so die zweite True Story. Stolz darauf etwas gut gemacht zu haben, wartete mein inneres Kind auf sein Lob. Doch statt dessen fiel die Story glatt durch und der Forderer las dem Kind mit böser Stimme eine Mail vor, die kein einziges freundliches Wort, sondern nur Kritik enthielt. 

An dieser Stelle ist es mir ein echtes Bedürfnis, meinen Blogartikel „Von der Angst vorm Fliegen und dem Umgang mit Kritik “ zu korrigieren. Ich schrieb, dass ein Profi so eine Kritik wegstecken muss, da das Leben kein Ponyhof ist und man nicht erwarten kann, dass sachliche, gerechtfertigte Kritik im Berufs- und Profileben zudem noch nett eingepackt wird. 

Das widerrufe ich und behaupte das Gegenteil. Diesen Blogartikel hat mein Forderer geschrieben, und der war sauer und ist emotional etwas „flach“.😉 Heute schreibt wieder Hanna, die das Ruder des Hausboots, in dem ich mit meinen inneren Mitbewohnern sitze, dem Forderer weggenommen hat und wieder den Kurs bestimmt. Und ich sage: Auch die sachlichste und gerechtfertigtste Kritik bleibt rüde ins Gesicht geklatschte, abwertende Kritik, wenn jedes ermutigende und freundliche Wort fehlt. Auch für einen Profi. Eine Kritik, die sachlich ist, ist lange noch nicht konstruktiv. 

Nur, um das mal klarzustellen.😉

Mein Forderer verlangte sofort eine andere, bessere Geschichte. Schließlich war es schon einmal fehlerlos gelungen. Doch nachdem die zweite Story meinen Grauen so viel Mühe gemacht hatte, reagierten die nur noch mit Übelkeit und Erbrechen und fielen ins Koma. Mein inneres Kind schüttelte nur traurig den Kopf, wandte sich ab und suchte das Strickzeug aus der Spielzeugkiste. Und da war dann auch nichts mehr zu machen. 

Und die Moral von der Geschichte??

Seid gut zu eurem inneren Kind! Kümmert euch fürsorglich, mit Liebe und Verständnis um seine Bedürfnisse, sonst funktioniert nach kurzer Zeit nichts mehr. Nicht nur beim Schreiben, sondern in allen Bereichen des Lebens. 

PS: Meine Grauen stehen hustend wieder aufrecht. Die Intensivstation hat sich jetzt in ein Fitnesstudio verwandelt, in dem fleißig trainiert wird. Nachdem ich meinem inneren Kind versprochen habe, dass es nie mehr True Storys schreiben muss, lächelt es wieder. Wochenlang schrieb es trotzdem nicht. Ich vermute, es hat mir nicht geglaubt. Doch letzte Woche war ich seit langem mal wieder in einem Schreibwarengeschäft. Eigentlich sind Kugelschreiber für mich begeisterten Mit-der-Hand-Schreiber absolut unerotisch und ein No-Go, doch ich blieb an einem Vier-Farben-Plastik-Kugelschreiber hängen. Das Besondere daran war, dass dieser Stift nicht die üblichen Farben blau, grün, rot und schwarz konnte, sondern rosa, lila, lindgrün und türkisblau. Ich wollte ihn gerade zurücklegen, als in mir ein zartes Stimmchen fragte: „Kann ich den haben?“ Natürlich habe ich ihn gekauft. Jetzt sehe ich jeden Tag mit Freude, wie sich das magische Füllhorn langsam wieder mit Buchstaben füllt. Sie sind in rosa und grün auf kleine Zettelchen geschrieben und ab und zu ist auch eine türkisblaue Blume dazu gemalt. :-) 

3, 2, 1 meins

Ich wollte, das würde jeder so sehen. 😀

Clannon Miller

Fingerweg

Ich bin ein Buchjäger. Ich habe keinen SuB, aber sobald ich ein Buch ausgelesen habe, ziehe ich los und jage nach dem nächsten.

Ich habe reiche Jagdgründe, die am Amazonas liegen und unentwegt streife ich durch die bunten Gefilde auf der Suche nach Beute, die meinen Lesehunger wieder für ein paar Tage sättigt.

Aber wie finde ich unter einer Herde von 10 Millionen Büchern, genau das leckere, zarte, köstliche Büchlein, das mir auf der Zunge zergeht wenn ich es verzehre? Worauf richte ich mein Zielfernrohr, wenn ich zum Blattschuss ansetze?

Ist es der Klappentext, das Cover, das Ranking? Oder was sonst?

Der Klappentext ist für mich immer das wichtigste Entscheidungskriterium. Macht er mich neugierig? Verspricht er mir das, was ich zu lesen erhoffe? Dann wird ohne Umschweife abgedrückt und gekauft.
Cover und Buchtitel? Je ausgefallener desto besser, aber auf meine Kaufentscheidung haben sie keinen Einfluss, höchstens darauf, ob ich das…

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Schreibwettbewerbe im März ’16

Vielen Dank, Christian, für den super Service!

Christian Wolfgang Büge

Hallo liebe Autorenkollegen. Der März bietet wieder eine Fülle von Literaturpreisen und Schreibwettbewerben. Ich konnte ganze 26(!) für euch ausfindig machen, hinzu kommen die Dauerausschreibungen am Ende des Artikels. Ich übernehme keine Gewähr für die hier gemachten Angaben, denn auch ich kann Fehler machen. Deshalb bitte ich euch die Teilnahmebedingungen auf den entsprechenden Seiten selber nachzulesen.

Rechtlicher Hinweis: Aus fremden Quellen entnommene Textteile sind mit >>zitierter Text<< gekennzeichnet und stehen so auf den zur Ausschreibung verlinkten Seiten. Die Verletzung von Urheberrechten ist nicht beabsichtigt. Sollte also jemand daran Anstoß nehmen, so werde ich die zitierten Stellen nach Kenntnisnahme entfernen.

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Von der Angst vorm Fliegen und dem Umgang mit Kritik

Wenn man Unternehmensberater in einem internationalen Unternehmen werden will und Flugangst hat, dann bleiben genau zwei Möglichkeiten: Entweder man beißt die Zähne zusammen und sitzt die ersten Flüge mit Schweißausbrüchen und Panikattacken aus, bis die Angst überwunden ist, oder man kann den Job nicht machen. Punkt.

Wenn man sich entscheidet, den Job trotzdem anzutreten und gegen seine Angst zu kämpfen, dann gehen folgende Dinge gar nicht:

  1. Anderen ständig vorzuheulen, wie schlimm doch das Fliegen ist und hundertmal zu sagen, wie sehr man sich doch dazu überwinden muss und wie viel Mühe es kostet.
  2. Dem Chef beleidigt sein, wenn man einen 12-Stunden Flug aufs Auge gedrückt bekommt. Auch wenn der von der Angst weiß, wird es für ihn niemals ein Kriterium sein, ob man gern fliegt oder nicht. Jedenfalls kann man keine Rücksichtnahme erwarten oder damit rechnen.

Warum ist das Leben so hart? Weil man Profi ist. Und Profi ist man geworden, weil man einen gewissen Qualitätsstandard, mit dem was und wie man es macht, erfüllt.

So wie die Angst vorm Fliegen verhindern kann, dass man sein Leben lang einen Flieger besteigt, kann die Angst vor Kritik einen Autor daran hindern, jemals seine Texte zu verkaufen oder zu veröffentlichen. Wenn ich mich aber entscheide als Autor Profi zu werden, dann muss ich diese Angst vor der Kritik überwinden und damit konstruktiv umgehen lernen.

Am Montag schrieb ich von 8 Uhr morgens bis fast 8 Uhr abends eine True Story. Zugegeben mit Unterbrechungen für Nickerchen, einkaufen, kochen, essen, staubsaugen etc. Trotzdem war es ein ganzer Tag. Abends schickte ich die Story an Vic, meine Für-alles-Testleserin, und bekam ein positives Feedback. Gestern Morgen machte ich noch ein wenig Feintuning und Korrekturen. Danach schickte ich die Story an meine Agentur. Ich war zufrieden mit der Story und guter Dinge.

Nicht einmal eine Stunde später klingelte mein Mail und ich hatte Feedback zur Story. Entgegen meiner Erwartung war sie vernichtend. Nichts war an der Geschichte richtig, alles hatte ich falsch gemacht: zu romanhaft, keine eindeutige Struktur in der Handlung, nicht greifbare Figuren, keine gelungene Lösung, zu labiler Ich-Erzähler, überflüssige Dialoge usw. Ich könnte die Liste noch ein wenig fortsetzen, spare mir das aber😉. Die Erinnerung daran ist noch lebendig in mir … Story abgelehnt.

Meine erste True Story „Mein Mann hielt sich für ein Medium“ ging ohne eine einzige Korrektur als „gelungene Profi-Arbeit“ durch, wurde verkauft und wird am 8. Juni in „Mein Erlebnis“ veröffentlicht. Und dann das! Lustigerweise schrieb mir gerade noch kurz vorher Vic in einer Mail: „… er wird begeistert sein …“ Ich schickte ihr die Mail mit dem Feedback mit dem Kommentar: „So kann man sich irren.“ Eine Zeit später schrieb sie wiederum: „Man kann nicht sagen, dass er (mein Agent) sich lange mit positivem Geplänkel aufhält …“😀 Stimmt, in dem Mail war kein einziger positiver Satz, außer dass wir mal telefonieren sollten. Wenn man das positiv auslegt.

In einem Seminar für Mitarbeiterführung habe ich über konstruktive Kritikgespräche gelernt, dass man immer mit dem Positiven anfängt und dann mit einem Satz wie „Es gäbe noch Potenzial zur Verbesserung bei …“ die Kritik einleitet. So eine Mail, wie ich sie gestern erhalten habe, ist ein direkter Faustschlag in den sensiblen Künstlermagen, keine Frage. Im Moment habe ich wirklich geschluckt, weil darin so gar nichts Positives stand. Nicht mal ein winzig kleiner Bauchpinsel war darin enthalten oder ein hauchzartes Tröstend-über-den-Kopf-streich.😉 Ganz schön heftig.

Ich bin aber nicht Agentur-Mitarbeiterin, sondern freiberufliche Autorin. Wir begegnen uns als Profis auf beiden Seiten und auf Augenhöhe. Also kann ich solche unnötigen Nettigkeiten nicht erwarten. Heute denke ich, es ist besser so. Mein Agent lobt, wenn ihm was gefällt. Ohne Superlative, denn die finde ich nie glaubwürdig. Er übt sachliche und faire Kritik mit Verbesserungsvorschlägen, wenn er etwas nicht gut findet. Ohne die Kritik nett einzupacken, auch wenn das einem erstmal die Luft raubt.

Nun, ich brauchte danach dringend Luft. Ich musste sowieso zu einem Arzttermin, beschloss nach dem Mail, sofort zu gehen und mich abzulenken, um das erstmal sacken zu lassen. Ich torpedierte meine Low-Carb-Diät und enterte Burger King, um mir mit einer großen Portion Pommes und einem leckeren Triple-Burger die Kohlehydrate zu verpassen, nach denen mein Körper frustriert schrie. Das tat gut. Nach einem halben Liter klebrig-süßer Cola saß mein Nervenkostüm wieder eng genug, um beim Lesen der Kritik nicht zu flattern.

Er hatte recht, keine Frage. Die Anforderungen an den Autor, die das Schreiben einer True Story stellt, hatte ich nicht erfüllt. „Bääääääh ääääh ääääh!“, heulte die verletzte Künstlerseele in mir. „Ich kann nicht schreiben!“ „Halt deine dumme Klappe!“, brüllte mein Verstand sie an. „Natürlich kannst du! Aber du wurdest nicht als True-Story-Autorin geboren, du musst das lernen! Streng dich an!“ Für eine Zehntelsekunde schoss mir der Gedanke durch den Kopf, in Zukunft doch besser auf die True Storys zu verzichten. „Schreib doch einfach das, was du kannst! Das ist nicht so anstrengend“, mischte sich plötzlich mein innerer Schweinehund angeregt von dieser Idee in die Diskussion. Der alte Schleimer! „Genau!“, fauchte Gustav, mein innerer Zensor. „Ich habe dir doch schon immer gesagt, schreib‘ nur Tagebuch und such‘ dir eine andere Lieblingsbeschäftigung. Das wird doch nie was!“

„Nix da!“, beendete ich als Chefin die Diskussion meiner Mitbewohner. „Zurück in eure Käfige!“

Mein Wunsch, als Profi-Autorin meine Texte zu verkaufen, ist wie bei dem Unternehmensberater mit Flugangst viel zu groß, um den Kopf in den Sand zu stecken und nach der gefürchteten Kritik aufzugeben. Ich will das lernen und ich werde es lernen! Punkt. Außerdem: Jetzt stand ich zum ersten Mal richtig im Gegenwind. Wie soll das erst werden, wenn ich Rezensionen wegstecken muss? Nein, das geht gar nicht, da muss ich durch.

Gestern Abend habe ich lange mit meinem Agenten telefoniert. Dass meine erste True Story auf Anhieb gepasst hat, bezeichne ich heute als Zufall. Ich habe in unserem Telefongespräch gestern viel gelernt und verstanden. True Story und Roman schreiben sind zwei völlig unterschiedliche Genres. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht. Für die Krimis habe ich auch mehrere Versuche gebraucht, um den ersten zu produzieren, der gut war. Bei den True Storys ist es genauso. Man muss für den Erzählton so einer Story Gefühl entwickeln und ich denke, ich bin bei unserem gestrigen Telefonat diesem Gefühl viel näher gekommen.

Neues Spiel, neues Glück. Eigentlich war die Kritikmail zu positiv. Darin stand auch, was ich tun könnte, um die Story zu retten. Ich habe gestern entschieden, dass sie nicht zu retten ist und in die Tonne getreten. Ich schreibe eine neue, andere True Story. Zu meinem Agenten habe ich gestern gesagt: „Tja, es hilft nichts. Ich werde es so lange versuchen, bis es passt.“ Und er hat mich darin bestätigt, es zu tun.

Heute habe ich ein Formblatt für True Storys entworfen. Darin entwickle ich kurz die Figuren, ihre Ziele und plane die Handlung. Ich glaube, mein größter Fehler war es, einfach drauflos zu schreiben. Das mag für Andere funktionieren, aber bei mir führt das zu Wischiwaschi-Figuren und zu Wischiwaschi-Handlung.😉 Jeder hat eben sein eigenes System.

Und nun? Weiter geht´s. Die nächste Story entsteht am Wochenende … Mal sehen, ob sie besser wird. 

Flirtgespräch

Sitze gerade im Park auf der Bank. Ein Pärchen kommt vorbei, noch getrennt nebeneinanderher gehend, offensichtlich in der Kennenlernphase. 

Er: … Ich war ja ein Jahr in Pittsburgh. 

Sie: Ach ja, das hattest du ja gesagt. Was hast du denn da gemacht? 

Er:  lacht Ich war Tatortreiniger. 

Habe kurz überlegt, ob ich mich dranhängen soll, um alle widerlichen Details zu erfahren. ;-) 

Kreative Denkprozesse

Wisst ihr, was ich am schwierigsten an dem ganzen Kreativ-Kram finde? Die verschiedenen kreativen Prozesse so in Reihenfolge zu bringen oder zu kombinieren, dass etwas dabei herauskommt.

Da gibt es einen Roman, den ich gerade plotte. Ich muss eine True Story schreiben, da meine letzte heute verkauft wurde. Nachschub ist gefragt. Nebenbei ist dann bald auch ein Kurzkrimi fällig, der zwar im Groben steht, aber noch offene Detailfragen hat. Und dann überarbeite ich noch einen Roman. Wie kriegt man das alles unter einen Hut?

Ach ja, ich hatte vergessen, dass ich auch noch Werbetexte schreiben will. Noch eine Baustelle, eine kreative. Wie machen das Profis? Kann man den Tag stundenweise unterteilen: Morgens denke ich über den Roman nach, anschließend versetze ich mich in die jammernde Hausfrau und schreibe die True Story. Danach gehe ich ein Stündchen spazieren, damit ich den Kopf frei habe, um einen Kurzkrimi zu entwerfen, und abends überarbeite ich und finde perfekte Formulierungen für meinen krautigen Texte? (Und die Werbetexte sind fallen wieder hinten runter.)

Meine zehn verbliebenen Gehirnzellen sind zwar alle Akrobaten und in Topform, aber sie stehen kurz vor dem Burnout. Hilfe!

Sprache und Gehirn – Kiki und Bouba

Als Kind saß ich im Sandkasten auf der Schaukel und sang: „Das e ist gelb, das f ist grün, das i ist schwarz …“ Ich hatte zwar keine Ahnung warum, aber ich konnte jedem Buchstaben des Alphabets (das ich gerade erst gelernt hatte) eine Farbe zuordnen.

Als ich älter wurde, stellte ich fest, dass ich aufgrund der Farben, die sich in meinem Kopf wie bei einem Musikstück zu einer Sinfonie verbinden, in der Lage bin, für kurze Zeit eine große Menge an Text wörtlich wiederzugeben. Mein Kopf spielt diese Farbensinfonie ab, die ich einfach über meinen Mund wieder in Text verwandle. So kann ich mir Gehörtes unglaublich gut merken. Aber leider nur für kurze Zeit. Das Farbenfeuerwerk verblasst recht schnell.

Ich wandele jeden Text, den ich höre, in Farben um. Diese Farben wiederum erzeugen in mir Gefühle, ja ein Gefühlsmuster, ein farbiges selbstverständlich. Dabei stehen aber nicht bestimmte Farben für bestimmte Gefühle, sondern es ist die Kombination von Farben, die in mir ein gutes oder schlechtes Gefühl auslöst. Es ist schwer, das zu erklären.

Ein Beispiel: „Ästhetik lässt den Verstand verstummen. Ihre Intuition entscheidet, was Sie denken. In 7 Sekunden.“ Diese Sätze sind aus der aktuellen Mini-Cooper Werbung im Fernsehen. Als ich sie zum ersten Mal hörte, war ich gerade mit einem Teller auf dem Weg in die Küche. Ich blieb andächtig vor dem Fernseher stehen und ließ mir diese Sätze auf der Zunge zergehen. Selten so etwas Schönes gehört. Den Werbetexter könnte ich knutschen. Also wenn er männlich ist😉.

Der erste Satz löst in meinen Kopf ein Feuerwerk in rosa, violett und lila aus, in allen Schattierungen. Der zweite Satz setzt schwarze, hochglänzende Akzente. Der dritte lässt mich ein amethystfarbenes, glattes Bonbon schmecken. Der blanke Wahnsinn! Welche filigrane Harmonie in meinen Ohren und vor meinem inneren Auge!

Dass das nicht jeder hat, war mir bis zum ungefähr 35. Lebensjahr nicht klar. Für mich war es normal und es gab keinen Grund, mit jemand darüber zu sprechen oder es zu erwähnen. Bis zu jenem sonnigen Morgen, an dem ich nach einem zweiwöchigen Urlaub an der Nordsee an meinen Arbeitsplatz zurückkehrte. Ein befreundeter Kollege kam zu mir und wollte wissen, wie es im Urlaub war.

Ich erzählte ihm aus meinem Urlaub mit der ganzen Begeisterung, die man am ersten Tag danach noch in sich trägt. Er hörte zu. Erst lächelte er ein wenig, dann grinste er, dann grinste er breiter … Irgendwann fragte ich ihn: „Lachst du mich aus?“ Ich wusste, dass er mehr auf Hitze in südlichen Gefilden steht, ich dagegen bin eine Freundin der „steifen Brise“.

„Nein, ich lache dich nicht aus. Ich freue mich, weil ich gerade jemand entdeckt habe, der nicht visuell ist. 80% aller Menschen sind visuell. Du nicht. Weißt du das nicht? Hattest du noch nie Probleme damit?“

Ich hatte keine Ahnung, wovon er sprach. Ich wusste zwar, dass er NLP-Master war, aber für mich war NLP eine Form von Manipulation, mit der man Menschen dazu bewegen kann, Versicherungsverträge abzuschließen, die sie nicht brauchen. Nicht mehr. Für psychologischen Schnickschnack hatte ich nichts übrig.

Er erklärte mir, dass jeder Mensch einen seiner Sinne bevorzugt und auf dieser Sinnesebene kommuniziert. Für die meisten Menschen sind das die Augen. Am schnellsten findet man das heraus, wenn man jemand mit Begeisterung von etwas erzählen lässt. In meinem Fall war es der Urlaub. Was habe ich erzählt? Ich sprach vom Kreischen der Möwen, vom plattdeutschen Dialekt der Menschen, vom leckeren Milchreis, vom Rauschen der Brandung, vom salzigen Geschmack des Windes usw. Ich vergaß völlig, die herrlichen Sonnenuntergänge, den fast weißen Sand der Dünen zu erwähnen. Bilder zu erzählen. Davon zu schwärmen, was ich gesehen hatte.

Um das abzukürzen: Ich bin auditiv. Aber in einer Mischform mit gustatorisch.🙂 (Ich ahnte schon immer, dass ich magengesteuert bin.) Und ja, ich musste auch gestehen, dass ich damit Probleme hatte und immer noch habe. Bilder geben mir nichts. Deshalb bin ich auch nicht filmaffin, dagegen könnte ich ohne Musik niemals leben. Selten sehe ich mir „nur“ einen Film an, das ist mir zu wenig. Ich stricke lieber dabei und höre den Film. Ich liebe Hörbücher. Dass ich trotzdem gern lese, hat damit zu tun, dass mir mein innerer Erzähler die Geschichte vorliest, die meine Augen aufnehmen. Bücher, die ich lese, höre ich. Ich kann mir Gesichter nicht merken und brauche mehrere Begegnungen, bis ich jemand wieder erkenne. Aber Telefonnummern merke ich mir für Jahrzehnte, auch wenn ich sie nur einmal gesagt bekommen habe. Als ich meinen Führerschein gerade gemacht hatte, musste mein Mann mit mir ungefähr 10 mal zu meinen Schwiegereltern fahren und immer wieder den Weg erklären, weil ich mir einfach die Umgebung nicht merken konnte. Dabei war ich aber sicher schon hundertmal als Beifahrer mitgefahren. Er verstand das nie: „Du musst dir doch irgendwann mal merken können, dass du an dem Hochhaus abbiegen musst!“ Visuelle Merkmale behalte ich einfach nicht. Sie rauschen durch mein Gehirn hindurch und hinterlassen keine Spuren.

Auch in der Kommunikation mit anderen Menschen musste ich lernen, im Ernstfall die Sinnesebene zu wechseln. Für einen visuellen Menschen hat die Aussage „Das sehe ich nicht so“ eine andere Eindringlichkeit als mein „Das hört sich nicht gut an“ oder „Das schmeckt mir gar nicht“. Kleine, aber feine Unterschiede, wenn man richtig verstanden werden will. Ich habe das zusammen mit meinem Arbeitskollegen stundenlang trainiert und heute kann ich es glücklicherweise.

Als ich das begriffen hatte, fielen mir meine Farben wieder ein. Wieso setze ich dann alles Gehörte und auch Gelesene in Farben um? Weil Farben keine Bilder sind. Bilder haben Konturen, „bilden etwas ab“. Ich habe Farben und Muster in Reinkultur im Kopf, aber kein Bild davon. Es widerspricht sich also nicht, wie ich erst dachte.

Das habe ich euch jetzt nicht erzählt, um euch zu zeigen, dass bei mir ein paar Schrauben locker sind, sondern um in euch Gedanken anzustoßen, wie sehr doch Sprache unterschiedliche Bilder auslösen, Sinne ansprechen und Gefühle beeinflussen kann. Für mich als Autorin ist dieses Thema unendlich spannend.

Diese Erkenntnisse damals führten dazu, dass ich anfing, mich für derlei Dinge zu interessieren. Schließlich will man ja wissen, was mit einem nicht stimmt und wie man tickt. Ich begann viel über NLP zu lesen und musste meine negative Einstellung dazu korrigieren. Wer sich ebenfalls dafür interessiert, dem empfehle ich „Der Zauberlehrling“ von Alexa Mohl.

Auch als Autorin macht sich diese Prägung bemerkbar. Ich liebe es, ellenlange Dialoge zu schreiben, aber ich muss mich zu ausufernden Beschreibungen der Kulisse regelrecht zwingen. Ich kann Bilder auch nicht gut vermitteln und muss das immer wieder trainieren.

Dafür habe ich sofort lange Ohren bekommen, Verzeihung … Stielaugen gekriegt, als ich während der Schreibausbildung im Bereich Lyrik auf die Phonetik gestoßen bin. Faszinierend. Und jetzt komme ich endlich zu dem, was ich diesem Blogpost erzählen will und zum Titel dieses Artikels.😉

Kiki und Bouba

Lange Zeit wehrte man sich in der Sprachwissenschaft dagegen, dass die äußere Form des Wortes ihren Sinngehalt repräsentiert. Im Umkehrschluss könnte man von den Formen und Bildern auf das korrekte Wort dafür schließen, was leider nicht funktioniert. Aber eben auch nicht in allen Fällen, was wiederum dazu führt, dass die Wissenschaft doch weiter darüber nachdenkt.

Machen wir mal einen kurzen Test. Für die beiden Formen stehen die Fantasienamen „Kiki“ und „Bouba“ zur Verfügung. Entscheidet spontan, welche Figur welchen Namen bekommt.

boubakiki

Das Experiment wurde im Rahmen einer Konferenz vom Neurowissenschaftler Vilayanur Ramachandran durchgeführt. 95% der Probanden entschieden, dass die gezackte Figur Kiki heißt und die runde Bouba. Der Wissenschaftler wollte damit demonstrieren, dass der Klang von Wörtern Vorstellungen auslösen kann. Die weichen Laute von Bouba harmonieren mit der runden Figur, während das harte k in Kiki eher an Zacken und Spitzen erinnert.

Die Lyriker beschäftigen sich mit solchen Dingen viel mehr als Autoren. Ich frage mich, ob das für uns Autoren nicht auch nutzbar ist. Zum Beispiel in Kurzgeschichten, wo man auf engem Raum Stimmung erzeugen muss oder verstärken will. Oder auch in den Schlüsselszenen eines Buches, die den Leser packen sollen.

Alexander Nitzberg hat in seinem Buch „Lyrik Baukasten – Wie man ein Gedicht macht“ der Phonetik ein ganzes Kapitel gewidmet. Ein Kapitel, das ich verschlungen habe. Die Lyrik nennt es Lautsymbolik, das trifft es ganz gut.

Das beginnt schon bei den Vokalen. Hier zwei Beispiele:

Im I zeigt sich eine Aufwärtsbewegung, der Buchstabe wird schnell und hoch gesprochen. Beispiele für Wörter, die das klar wiedergeben sind: Igel, spitz, schrill, hinauf, kichern, bissig, schief usw.

Das O entspricht genau seinem Symbol. Nehmen wir z.B. Loch, hohl, offen, Stollen, Sonne, Mond.

Dazu kommt auch noch die Tonhöhe, die einen Laut hell oder dunkel erscheinen lässt. Das I ist der höchste Vokal, das U der tiefste. I ist hell, U ist dunkel. Wie Untergrund, Kuhle usw.😉

Beschreiben wir also mit Lautsymbolik eine gläserne Murmel:

Klein, klirrend rollt sie, kullert, kreist auf dem glatten Parkett. (Das ist nicht von mir, sondern von Alexander Nitzberg) Man kann diese Murmel nicht nur sehen, sondern auch hören, oder nicht?

Versuchen wir es mit einer Katze, einem weichen Tier mit sanften Bewegungen:

Gemächlich schlummernd, wohlig schnurrend, das Schmusetier. Weichheit und träge Anmut einer Katze liegen in diesen Worten.

Ich möchte nicht das ganze Buch abschreiben, deshalb beende ich das hier. Wer sich dafür interessiert, der bekommt im Anschluss an diesen Artikel die beiden Bücher geliefert, die mich zu diesem Artikel inspiriert haben und sich mit Sprache beschäftigen.

Mich interessiert viel mehr eure Meinung zu den Fragen: Kann ich das als Autor tatsächlich gebrauchen? Wäre es möglich, mit phonetisch gestylten Worten die perfekte Szene zu schreiben? Lohnt es sich, als Autor damit Zeit zu verschwenden, um sich in dem Bereich Wissen anzueignen? Ich bin mir unsicher, ob ich bei diesen Themen nicht zum Erbsenzähler mutiere.😉

Schreibt mir gern in den Kommentaren, was ihr davon haltet.

Für alle Interessierten an dieser Thematik empfehle ich die folgenden Bücher:

  1. Alexander Nitzberg: Lyrik Baukasten – Wie man ein Gedicht macht
    Das Buch ist leider nur noch gebraucht zu kaufen, hat aber ein wirklich ausführliches Kapitel über die Wirkung von Buchstaben und Phonetik
  2. Stefanie Schramm, Claudia Wüstenhagen: Das Alphabet des Denkens – Wie Sprache unsere Gedanken und Gefühle prägt
    Für mich eines der besten Sachbücher, die ich seit langem zum Thema Sprache gelesen habe

 

 

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